Führungswechsel am Alto de Javalambre?

Bei der Vuelta neues Terrain für die Kletterspezialisten

Von Peter Maurer

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Gibt es auf der 5. Etappe die ersten größeren Abstände der Vuelta 2019? | Foto: Cor Vos

28.08.2019  |  (rsn) – Im Schlussanstieg zum Alto de Javalambre (1.943 Meter) wird sich heute unter den Vuelta-Favoriten die Spreu vom Weizen trennen. Mit 170 Kilometern ist die 5. Etappe nicht besonders lang, aber die letzten zwölf Kilometer werden es in sich haben. Dabei geht es mit geringen Steigungen in der ersten Hälfte noch eher gemütlich los. Dafür warten im zweiten Teil fast immer konstant neun Prozent auf das Fahrerfeld.

"Ich kenne den Berg nicht, bin mir aber sicher, dass hier die ersten Unterschiede in der Gesamtwertung gemacht werden“, sagte Alejandro Valverde (Movistar). Der Weltmeister weiß aber auch noch nicht, welche Rolle er in seinem Team übernehmen wird. Es scheint aber so, als würde sich der Vuelta-Sieger von 2009 voll in den Dienst von Nairo Quintana stellen, der am Ende des Jahres Movistar verlassen wird.

Der Kolumbianer gewann schon am Sonntag durchaus überraschend den zweiten Tagesabschnitt und wird auf dem Weg hinauf zum Observatorium der Topfavorit auf das Rote Trikot sein. Gerade einmal zwei Sekunden trennen Quintana von Spitzenreiter Nicolas Roche (Sunweb), der im Finale nicht so stark einzuschätzen ist wie der aktuelle Gesamtzweite.

Überhaupt haben sich die Südamerikaner schon in Lauerposition gebracht, gleich vier Fahrer aus Kolumbien liegen in den Top Ten. Alle Topfavoriten auf den Gesamtsieg befinden sich derzeit den Top 25. Nicht mehr dabei ist allerdings Steven Kruijswijk (Jumbo - Visma), der die Rundfahrt schon gestern verließ, nachdem er sich im Auftakt-Teamzeitfahren eine Knieverletzung zugezogen hatte.

Die Abstände bewegen sich im Sekundenbereich, was auch für die erste Bergankunft ein erwartbares Ergebnis sein wird. Denn die Etappe ist nicht sehr lang und erst die zweite Hälfte des Schlussanstiegs kann für Unterschiede sorgen. Trotzdem gilt es, die Körner noch nicht zu früh zu verschießen, denn es warten noch harte Vuelta-Wochen und Anstiege mit Steigungen im zweistelligen Bereich.

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